Warum der Monatspreise trügt

Wenn du Handyverträge vergleichst, siehst du überall Monatspreise: 19,99 €, 24,99 €, 9,95 €. Doch dieser Preis erzählt nur einen Teil der Geschichte. Viele Verträge beinhalten Cashbacks, Sofortboni oder Smartphone-Angebote, die den tatsächlichen Preis erheblich senken – manchmal sogar ins Negative.

Die Effektivpreis-Formel

Der Effektivpreis berechnet sich so:

Effektivpreis =
  (Monatspreis × Laufzeit)
+ einmalige Kosten (Gerätezuzahlung, Anschlussgebühr, Versand)
− Cashback
− Sofortbonus
− Monatsrabatte
− geschätzter Wiederverkaufswert des Smartphones

Das Ergebnis zeigt, wie viel du über die gesamte Vertragslaufzeit wirklich zahlst.

Ein konkretes Beispiel

Nehmen wir einen typischen Vertrag:

  • Monatspreis: 24,99 € × 24 Monate = 599,76 €
  • Gerätezuzahlung: 1,00 €
  • Cashback: −100,00 €
  • Smartphone-Wiederverkauf (z. B. iPhone 16 auf Back Market): −599,49 €

Effektivpreis: −98,73 €

Du erhältst also 98,73 € mehr zurück, als du über die Laufzeit zahlst. Das ist ein echter Gewinnvertrag.

Warum Wiederverkauf zählt

Viele Vergleichsportale ignorieren den Wiederverkaufswert des Smartphones. Dabei ist er entscheidend: Wer sein altes Gerät nach Vertragsende auf Back Market oder Swappie verkauft, realisiert diesen Wert tatsächlich.

Gewinnvertrag.de schätzt Wiederverkaufswerte auf Basis aktueller Preise auf Back Market und Swappie – und aktualisiert diese regelmäßig.

Was der Effektivpreis nicht misst

  • Netzqualität: Ob Telekom, Vodafone oder O2 bei dir zuhause gut funktioniert, bleibt dir zu prüfen.
  • Bonusbedingungen: Cashbacks sind manchmal an Bedingungen geknüpft (z. B. Rufnummernmitnahme). Lies sie immer durch.
  • Persönlicher Verbrauch: Ein Unlimited-Tarif lohnt sich nur, wenn du viele Daten nutzt.

Der Effektivpreis ist das beste objektive Vergleichskriterium – aber kein Ersatz für dein persönliches Nutzungsprofil.